80 Jahre Reichspogromnacht

Der Tag heute stand ganz im Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Dieser 9. November, genau 80 Jahre nach der Reichspogromnacht, ist einer, der mich berührt, mir an die Nieren geht. Wenn ich mit den barbarischen Taten der Nazis und den helfenden/ zusehenden Münchner*innen konfrontiert werde, kann ich das kaum aushalten. Ich habe Frau Dr. Knobloch im Laufe der Jahre oft zugehört, aber ihre Erinnerungen und ihre mahnenden Worte für Gegenwart und Zukunft verlieren nie an Kraft. Immer wieder bin ich betroffen, aber auch beseelt von so viel Kraft dieser so zierlichen Frau. Und ja, auch die Kraft,

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Mit einigen Tagen Abstand…

… zur Landtagswahl will ich jetzt doch ein paar Gedanken zu Papier bringen. Ich musste mich dieses Mal nicht einmal selbst bremsen, in der Emotion der ersten Stunden irgendetwas zu verfassen, was ich später gegebenenfalls wieder hätte löschen müssen. Nein, ich war so platt und getroffen, dass ich gar nichts hätte schreiben können. Vielleicht gleich zu Beginn, die 9,7 % und insbesondere das Ergebnis in München haben mich viel mehr getroffen, als ich es für möglich gehalten hätte. Ich kann mich noch an meine Tränen erinnen, als Gore irgendwann seine Niederlage gegen Bush eingestehen musste. Aber damals war ich Anfang

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Probleme beim Auszählen im Münchner KVR – Update und Nachtrag

Irgendetwas lief da schief beim Auszählen der Erststimmen im Münchner KVR. Ich illustriere das hier mal für die SPD, denke aber, dass es bei den anderen Parteien zu ähnlichen Verschiebungen zwischen der Auszählung am Sonntag (vorläufiges Endergebnis) und den letztlich gestern an den Landeswahlleiter übermittelten Stimmen gekommen ist. Für fast alle Kandidaten der Münchner SPD (außer Diana Stachowitz) ergaben sich nach der offensichtlich zweiten Auszählung der Erststimmen Verluste von mehreren hundert Erststimmen. Ich stelle mal die Veränderung von Montag früh auf Dienstag Abend in einer Tabelle (die ich zum Zusammenrechnen der Erst- und Zweitstimmen am Montag erstellt hatte; Nebenbemerkung: man

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In den letzten Zügen…

Ja… noch mal Infostand am Weißenburger Platz morgen und dann hat das Drama in zu vielen Akten sein Ende gefunden. Hoffentlich mit dem Ergebnis, dass wir dritte Kraft und Oppositionsführerin werden. Das wäre noch das Optimum. Nachdem Durchhalteparolen weniger meine Sache sind als zynische Sprüche, für diese aber auch gerade nicht der Zeitpunkt ist, belasse ich es bei drei Bildern zur Illustration der Lage. Superschönes Plakat von Natascha und Dieter. Leider braucht es eine längere Stadtrundfahrt, bis man es überhaupt irgendwo entdeckt. Die gemeinsame Abschlussveranstaltung am Mittwoch im Augustiner-Keller war sehr gelungen und vermutlich jede*r im Saal hat sich gefragt,

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Wir nehmen jede Stimme… auch die aus Mitleid.

 Heute haben wir am Orleansplatz unseren vorletzten Infostand vor der Landtagswahl gehabt. Die überwiegend ökologisch bewegten Haidhauser*innen waren sogar ausgesprochen nett. Wenn sie so nett zu uns sind, warum wollen uns dann nur 11 Prozent wählen? Wir haben uns argumentativ allesamt reingehängt, um Unentschiedene und planende Nichtwähler*innen von uns zu überzeugen. Wir haben selbst um Stimmen geworben von Wähler*innen, die schon gewählt haben (natürlich nicht uns, aber ist nie zu früh, um für 2020 zu schuften 😅). Wir verweigern uns auch Mitleidsstimmen, die uns mehrfach angekündigt wurden, nicht. Wir sind zwar eine stolze SPD, aber zu viel Eitelkeit muss man

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Gebührenfreie/ -reduzierte Kindertagesbetreuung in München

Lange haben wir für dieses Thema gekämpft und gearbeitet, heute haben Oberbürgermeister Dieter Reiter und Bürgermeisterin Christine Strobl auf einer Pressekonferenz die Pläne zur Entlastung der Münchner Familien ab dem 1. September 2019 vorgestellt. Die Entlastungen gerade für Familien mit mittleren Einkommen und Familien mit Krippenkindern sind profund. Die Abendzeitung fasst es hier sehr gelungen zusammen. Und auch der Beitrag in der Süddeutschen Zeitung ist sehr lesenswert. Allein der Antragsstellung ging fast ein ganzes Jahr an Überlegungen und Sondierungen voraus. Die Vorstellung, ein so großes Thema allein kommunal zu stemmen und zu finanzieren, hat manche am Anfang überfordert. Andere hatten auch inhaltliche

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Wo ich herkomme…

Am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit vielleicht ein paar Gedanken zu meiner Herkunft. Immerhin habe ich 12 Lebensjahre in der DDR und weitere 12 im dann gegründeten Freistaat Sachsen verbracht. Eine der frühesten Erinnerungen an meine Kindheit ist die, dass mein einjähriger Bruder sich jeden Morgen unter dem Wohnzimmertisch versteckt hat, weil er nicht aus dem Haus wollte. Rückblickend durchaus nachvollziehbar, denn es war deutlich vor 6 Uhr morgens und er einfach müde. Meine bewundernswerte Mama hatte es aber nicht nur mit ihm zu tun, sondern auch noch mit meiner dreijährigen Schwester und mir, damals 6. Alle mussten wir

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