Ein Blick zurück und einer nach vorn…

Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr verlangt praktisch, dass man ein wenig reflektiert. Über das, was war. Und über das, was sein wird. Wobei man Letzteres ja nicht weiß, sondern bestenfalls nur erahnen kann. Allerdings kann ich mit einem allumfassenden Jahresrückblick nicht dienen. Dazu fehlen mir gerade Zeit und Muße. Wenn ich ehrlich bin, fehlt mir auch die Lust, mich mit einem zu offenen Beitrag erneut in die Nesseln zu setzen. Insofern jetzt nur stichpunktartig ein Blick auf das, was war, seit mich erneut die Freude am Bloggen verlassen hat: Hier alle Anträge der Antragsinitiative: Neben Zustimmung haben mich durchaus auch skeptische Reaktionen erreicht. Und ja, vielleicht kann das Ziel nicht sein, dass künftig auch alle über 80 online ihre Bankgeschäfte abwickeln, aber bei denen, die es wollen, sollen technische oder finanzielle Barrieren minimiert werden oder ganz wegfallen. Es ist mir bewusst, dass das alles gar nicht so einfach wird

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80 Jahre Reichspogromnacht

Der Tag heute stand ganz im Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Dieser 9. November, genau 80 Jahre nach der Reichspogromnacht, ist einer, der mich berührt, mir an die Nieren geht. Wenn ich mit den barbarischen Taten der Nazis und den helfenden/ zusehenden Münchner*innen konfrontiert werde, kann ich das kaum aushalten. Ich habe Frau Dr. Knobloch im Laufe der Jahre oft zugehört, aber ihre Erinnerungen und ihre mahnenden Worte für Gegenwart und Zukunft verlieren nie an Kraft. Immer wieder bin ich betroffen, aber auch beseelt von so viel Kraft dieser so zierlichen Frau. Und ja, auch die Kraft, uns zu vergeben, in unserer Stadt zu leben, sie zu lieben, bewundere ich so sehr. Und ich bin voller Hoffnung, dass München gelernt hat aus der Geschichte, seiner Geschichte, und seine Verantwortung kennt. Nie wieder darf sich 1933-1945 wiederholen. Gedenkfeier im Alten Rathaus. Oberbürgermeister Dieter Reiter, Frau Präsidentin Dr. Charlotte

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Mit einigen Tagen Abstand…

… zur Landtagswahl will ich jetzt doch ein paar Gedanken zu Papier bringen. Ich musste mich dieses Mal nicht einmal selbst bremsen, in der Emotion der ersten Stunden irgendetwas zu verfassen, was ich später gegebenenfalls wieder hätte löschen müssen. Nein, ich war so platt und getroffen, dass ich gar nichts hätte schreiben können. Vielleicht gleich zu Beginn, die 9,7 % und insbesondere das Ergebnis in München haben mich viel mehr getroffen, als ich es für möglich gehalten hätte. Ich kann mich noch an meine Tränen erinnen, als Gore irgendwann seine Niederlage gegen Bush eingestehen musste. Aber damals war ich Anfang 20, den Vereinigten Staaten in innigster Zuneigung verbunden, und überhaupt noch wenig vertraut mit wirklichen Lebenskatastrophen (das übrigens bis heute). Das war also richtig schlimm. Als Schröder, den ich – das sage ich noch heute – immer gerne mochte, 2005 so knapp gegen Merkel verlor, war ich wütend. Wütend, weil

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Probleme beim Auszählen im Münchner KVR – Update und Nachtrag

Irgendetwas lief da schief beim Auszählen der Erststimmen im Münchner KVR. Ich illustriere das hier mal für die SPD, denke aber, dass es bei den anderen Parteien zu ähnlichen Verschiebungen zwischen der Auszählung am Sonntag (vorläufiges Endergebnis) und den letztlich gestern an den Landeswahlleiter übermittelten Stimmen gekommen ist. Für fast alle Kandidaten der Münchner SPD (außer Diana Stachowitz) ergaben sich nach der offensichtlich zweiten Auszählung der Erststimmen Verluste von mehreren hundert Erststimmen. Ich stelle mal die Veränderung von Montag früh auf Dienstag Abend in einer Tabelle (die ich zum Zusammenrechnen der Erst- und Zweitstimmen am Montag erstellt hatte; Nebenbemerkung: man sieht hier übrigens schön, dass die Stimmen bei Natascha Kohnen unverändert geblieben sind) dar:   Auch die Münchner SPD hatte am Ende der ersten Auszählung noch 13,6% der Stimmen. Hier ein entsprechender Hinweis aus dem Merkur Screenshot aus diesem Link:   Inzwischen hat die SPD in München nur noch 12,8%,

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In den letzten Zügen…

Ja… noch mal Infostand am Weißenburger Platz morgen und dann hat das Drama in zu vielen Akten sein Ende gefunden. Hoffentlich mit dem Ergebnis, dass wir dritte Kraft und Oppositionsführerin werden. Das wäre noch das Optimum. Nachdem Durchhalteparolen weniger meine Sache sind als zynische Sprüche, für diese aber auch gerade nicht der Zeitpunkt ist, belasse ich es bei drei Bildern zur Illustration der Lage. Superschönes Plakat von Natascha und Dieter. Leider braucht es eine längere Stadtrundfahrt, bis man es überhaupt irgendwo entdeckt. Die gemeinsame Abschlussveranstaltung am Mittwoch im Augustiner-Keller war sehr gelungen und vermutlich jede*r im Saal hat sich gefragt, warum wir so untergehen, wenn wir doch eigentlich eine sympathische und kluge Spitzenkandidatin haben. Es war wohl in diesem Wahlkampf unmöglich, sich dem Bundestrend und dem allgemeinen SPD-ist-Bäh-Gefühl zu widersetzen. Micha Ott, unser Kandidat für den Landtag im Stimmkreis Mitte, hat sich richtig reingehängt. Für ihn wird es knapp, jede

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Wir nehmen jede Stimme… auch die aus Mitleid.

 Heute haben wir am Orleansplatz unseren vorletzten Infostand vor der Landtagswahl gehabt. Die überwiegend ökologisch bewegten Haidhauser*innen waren sogar ausgesprochen nett. Wenn sie so nett zu uns sind, warum wollen uns dann nur 11 Prozent wählen? Wir haben uns argumentativ allesamt reingehängt, um Unentschiedene und planende Nichtwähler*innen von uns zu überzeugen. Wir haben selbst um Stimmen geworben von Wähler*innen, die schon gewählt haben (natürlich nicht uns, aber ist nie zu früh, um für 2020 zu schuften 😅). Wir verweigern uns auch Mitleidsstimmen, die uns mehrfach angekündigt wurden, nicht. Wir sind zwar eine stolze SPD, aber zu viel Eitelkeit muss man sich leisten können. Und das können wir nicht. Wir haben gekämpft wie die Löwen und hoffen darauf, irgendwie noch vor den auch in Haidhausen sehr übelgelaunt und muffig an unserem Infostand vorbeirumpelnden  AFDlern und den eher unscheinbaren FWählern zu landen. Alles andere wäre auch grob unverdient, denn wir haben eine

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Gebührenfreie/ -reduzierte Kindertagesbetreuung in München

Lange haben wir für dieses Thema gekämpft und gearbeitet, heute haben Oberbürgermeister Dieter Reiter und Bürgermeisterin Christine Strobl auf einer Pressekonferenz die Pläne zur Entlastung der Münchner Familien ab dem 1. September 2019 vorgestellt. Die Entlastungen gerade für Familien mit mittleren Einkommen und Familien mit Krippenkindern sind profund. Die Abendzeitung fasst es hier sehr gelungen zusammen. Und auch der Beitrag in der Süddeutschen Zeitung ist sehr lesenswert. Allein der Antragsstellung ging fast ein ganzes Jahr an Überlegungen und Sondierungen voraus. Die Vorstellung, ein so großes Thema allein kommunal zu stemmen und zu finanzieren, hat manche am Anfang überfordert. Andere hatten auch inhaltliche Bedenken, da wir ja beim Thema Kindertagesbetreuung vor allem im Grundschulbereich noch erhebliche Versorgungslücken haben. Auch der Fachkräftemangel ist seit Jahren ein Problem. Diese unterschiedlichen Ansichten und Schwerpunktsetzungen haben wir dann mit erheblichem Aufwand und mit einer sehr engagierten Verwaltung aus dem Referat für Bildung und Sport innerhalb eines weiteren

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