Ein Blick zurück und einer nach vorn…

Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr verlangt praktisch, dass man ein wenig reflektiert. Über das, was war. Und über das, was sein wird. Wobei man Letzteres ja nicht weiß, sondern bestenfalls nur erahnen kann.

Allerdings kann ich mit einem allumfassenden Jahresrückblick nicht dienen. Dazu fehlen mir gerade Zeit und Muße. Wenn ich ehrlich bin, fehlt mir auch die Lust, mich mit einem zu offenen Beitrag erneut in die Nesseln zu setzen. Insofern jetzt nur stichpunktartig ein Blick auf das, was war, seit mich erneut die Freude am Bloggen verlassen hat:


Im November die Initiative „Surfen für Alle“, für die ich soviele Zuschriften von Seniorinnen und Senioren bekommen habe, wie zuletzt für den Tod des Pinguins.

Hier alle Anträge der Antragsinitiative:

Neben Zustimmung haben mich durchaus auch skeptische Reaktionen erreicht. Und ja, vielleicht kann das Ziel nicht sein, dass künftig auch alle über 80 online ihre Bankgeschäfte abwickeln, aber bei denen, die es wollen, sollen technische oder finanzielle Barrieren minimiert werden oder ganz wegfallen. Es ist mir bewusst, dass das alles gar nicht so einfach wird und ich setze auf gute Ideen der Stadtverwaltung bei der Umsetzung unserer Initiative,


Die Grünen schicken mit Katrin Habenschaden eine sehr kluge und sympathische Frau in die OB-Wahl 2020. Die persönliche Sympathie für Katrin und der Respekt vor ihrer politischen Leistung seit 2014 ändern aber nichts daran: 2020 gewinnt unser OB.
„Surfen für Alle“ zeigt unerwartet früh erste Erfolge: Unser ehemaliger Fraktionsvorsitzender Helmut Schmid twittert jetzt als @StadtratSchmid.
Am ersten Adventswochenende ein Ausflug in meine alte Heimat Dresden mit Emma und meinen Eltern. Fazit: München ist jetzt Heimat und das ist auch gut so.
Am 5. Dezember Festakt zu 125 Jahren SPD im Münchner Rathaus. So richtig der Knaller war es jetzt nicht, aber um so mehr gilt jetzt: Bei 150 Jahren werden wir es krachen lassen. Dann auch mit einem lustigen Kabarettisten. 😉
Schneeflocken gab es dieses Jahr schon einige. Wenn ich früh am Marienplatz ankomme und den ersten Kaffee trinke, ist das immer ein Moment des Innehaltens und auch der Dankbarkeit, in dieser wunderschönen Stadt dieses Amt im Rathaus ausüben zu dürfen.
Mit Christian Vorländer in der letzten Vollversammlung des Jahres. Und ja, irgendwie bin ich dann immer froh, wenn es vorbei ist, und zumindest für ein paar Tage politische Ruhe einzieht.
Weihnachten haben wir bei meinen Eltern verbracht. Schön war es. Heute sitze ich schon wieder am Schreibtisch und bin fleißiger, als ich es eigentlich sein will. Aber ich muss. Neben der Politik gibt es nämlich auch noch einen Job, dem ich von Zeit zu Zeit gerecht werden sollte.

2018 war politisch in meiner eigenen kleinen Welt ein gutes: Wir haben wegweisende Beschlüsse zur Kitagebührenfreiheit und zur Teilhabe von Seniorinnen und Senioren mit geringen Renten gefasst. Das Auto hat auch in München seine besten Zeiten hinter sich und Politik macht mir noch immer – von einigen selbstverschuldeten Fehltritten abgesehen – Spaß. Es ist einfach toll, in der Stadt, die man liebt, Dinge zu tun, die das Leben vieler Menschen positiv beeinflussen. Natürlich gibt es noch viel zu tun. Gerade die Schwächen bei S-Bahn (leider nicht zuständig) und U-Bahn (leider zuständig) ärgern zurecht viele Münchnerinnen und Münchner. Es wäre schön, wenn es dafür leichte und schnelle Lösungen gäbe…. Dennoch geht es in diesen Punkten in die richtige Richtung, auch wenn es bis zur Umsetzung noch dauert. Und wir bis dahin den Frust des Volkes aushalten müssen.

Die Gedanken an das kommende Jahr beinhalten von Zuversicht bis Skepsis alles. Politisch müssen wir einen Weg finden, den Münchnerinnen und Münchnern glaubhaft zu vermitteln, dass die SPD einen großen Anteil daran hat, dass diese Stadt – bei allem, was besser oder anders werden muss – ein Ort ist, an dem die meisten von uns gerne und glücklich leben. Damit das so bleibt, muss es eine Stadt für Alle bleiben. Dafür werden wir auch 2019 die nötigen Beschlüsse fassen. Und gleichzeitig darauf hoffen müssen, dass auch im Bund und Land Gesetze verabschiedet werden, die gerade bei den Themen Wohnen und Mieterschutz endlich was verändern. Eine bezahlbare, ausreichend große Wohnung muss Standard und nicht Luxus sein. Damit steht und fällt jeder glaubhafte sozialdemokratische Wahlkampf der kommenden Jahre.

Ansonsten wünsche ich mir, dass die Menschen, die mir etwas bedeuten, gesund bleiben. Für meine Tochter wünsche ich mir, dass sich der Stress in der Schule in Grenzen hält, dass sie noch eine ganze Weile ein Kind bleiben darf. Eine gerade Neunjährige muss nicht alles wissen, noch nicht alles verstehen. Das kommt noch früh genug. Zumal Kinder ganz oft einen menschlicheren und gerechteren Blick auf die Welt haben als Erwachsene, die sie zwar besser kennen, aber deren Augen getrübt sind von negativen Erfahrungen und all dem Leid und Ärger, die einem irgendwann fast zwangsläufig begegnen. Ich bin jedenfalls froh und dankbar, dass sie so behütet und von ihren Eltern und Großeltern geliebt aufwächst. Und gerne mit ihren Puppen und Playmobil spielt. 😀

Für das Rathaus hoffe ich, dass bei allen persönlichen und politischen Rivalitäten ein Mindestmaß an Fairness und Anstand auch im beginnenden Vorwahlkampf erhalten blebt. Ich hab jedenfalls fest vor, mich halbwegs anständig zu verhalten, über unsere liebe SPD nicht zu viel zu schimpfen, die zynischen Beiträge nicht überborden zu lassen und noch die eine oder andere gute Idee einzubringen. Bis dahin wünsche ich euch einen guten Rutsch ins Jahr 2019. Nicht zu viel ballern an Silvester. Wenn wir alle Maß halten, müssen wir’s nicht irgendwann verbieten. Gilt übrigens für alle kleinen und großen Sünden des Lebens. 🙂


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