#nopegida

Morgen, zwei Tage vor dem Heiligen Abend, gibt es um 18 Uhr nur einen Ort in München, an dem wir sein sollten: Nachdem ich Kindheit, Jugend und Studium in Dresden verbracht habe, fühle ich Wut, Ärger, ja Verbitterung, dass diese Pegida-Idioten meine Heimatstadt durch den Dreck ziehen. Dresden hatte immer ein vergleichsweise großes Wählerpotential im Bereich ultra-konservativ bis national-konservativ. Dennoch finde diesen Zulauf zu Pegida erschreckend. Und wenn die dann auch noch „Wir sind das Volk“ brüllen, erfüllt mich ein Zorn, den ich nicht auszudrücken vermag. Mit welchem Recht stellen die sich auf eine Stufe mit denen, die einst für Freiheit und Demokratie gestritten haben? Das ist mein ganz persönlicher Grund, morgen für eine Willkommenskultur für Flüchtlinge und gegen beschränke, vermeintliche Patrioten zu demonstrieren. Hoffentlich kommen ganz viele. Mindestens 15.001.

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Stadtratsarbeit

Eine der wichtigsten Möglichkeiten, um politisch gestalten zu können, ist, Anträge und Anfragen an die Stadtverwaltung zu richten. Im ersten halben Jahr im Rathaus haben ich 10 Anträge und 2 Anfragen gemeinsam mit Stadtratskolleginnen und -kollegen gestellt. Das klingt erst einmal nicht viel und es sind auch weniger, als ich eigentlich hätte stellen wollen. Um einen Antrag stellen zu können, muss man jedoch die Mehrheit der eigenen Fraktion von der eigenen Idee überzeugen. Das ist mir leider nicht mit jedem Antrag gelungen. Die Verwaltung muss die Anträge und Anfragen der Stadträtinnen und Stadträte dann bearbeiten bzw. beantworten. Manchmal dauert das sehr lange. Und wenn es viel zu lange dauert, wie zum Beispiel in diesem Fall, dann muss man eben noch einmal nachfragen. Es gibt aber auch Anträge und Anfragen, die ich im Nachhinein eher kritisch sehe, so beispielsweise diesen. Man hätte die Antworten auf diese Fragen sicher auch auf einem

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Cincinnati

Heute hole ich etwas Überfälliges nach und berichte über meinen 5-tägigen Ausflug in Münchens Partnerstadt Cincinnati im September. In Vertretung des Münchner Oberbürgermeisters darf jedes Jahr ein Stadtratsmitglied nach Cincinnati fliegen und das dortige Oktoberfest mit eröffnen. Gleich in meinem ersten politischen Jahr hatte ich dieses Glück. Eine gute Möglichkeit, weit von zu Hause das Reden mit und vor vielen Menschen zu üben. 😉 Cincinnati hat mich überrascht. Es ist sehr grün, lebenswert, boomt und hat bald sogar eine Trambahn (wenn auch gegen den Willen des amtierenden Bürgermeisters). Und: Cincinnati hat so einiges, was München nicht hat: Schöne, hohe Hochhäuser. Kostenlose, saubere Toilettenhäuschen. Bunte Lichtinstallationen. Imposante Brücken. Diese hier im Vorgriff zur Brooklyn Bridge. Während meiner Tage in Cincinnati war ich sehr gut beschäftigt. Die Munich Sister City Association (MSCA) hatte mir ein großes Besuchsprogramm aufgelegt. Ich war in zwei Schulen, um Schüleraustauschprogramme mit München voran zu treiben, habe ein

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