Den Kitastreik aushalten.

Derzeit geht bei mir alles etwas drüber und drunter. Ja, der Kitastreik (korrekt: Streik des Erziehungs- und Sozialdienstes) hat meine Familie voll im Griff. Glücklicherweise betreibt mein Arbeitergeber selbst Kitas und so durfte meine Tochter gemeinsam mit ihrer besten Freundin die letzten drei Wochen eine Einrichtung mitten im Glockenbachviertel besuchen. Diese Woche ist sie allerdings ein „Bürokind“, das – mit zwischendurch Eis, Schokolade, Handy und McDonalds – irgendwie den Arbeitsalltag durchhalten muss. Über pädagogisch wertvolle Erziehung diskutieren wir an dieser Stelle lieber nicht. 😉 Dabei habe ich großes Glück, dass Kind mitbringen bei mir möglich und erlaubt ist. Bei vielen

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Ferientage

Der Stadtrat hat gerade zwei Wochen Sitzungspause. Ich habe Osterferien, allerdings gehe ich trotzdem in die Arbeit: Der Jahresurlaub ist schließlich begrenzt und wer weiß, zu welchen Streik-Maßnahmen ver.di und die Erzieherinnen noch greifen in diesem Frühjahr… da ist es besser, ich habe ein paar Urlaubstage in Reserve. Außerdem ist es wirklich angenehm, mal zwei Wochen im Büro den Schreibtisch leer zu bekommen und all die Rückstände aufzuarbeiten, die im Dreieck Stadtrat-Beruf-Kind fast zwangsläufig entstehen. Meine liebe Tochter war leider über Ostern ziemlich krank und hast fast die gesamte Zeit auf dem Sofa verbracht. Zum Glück geht es ihr seit

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20 Jahre Liberale Jüdische Gemeinde in München

Heute hatte ich das große Glück, beim Fest zu 20 Jahren liberaler jüdische Gemeinde in München, Beth Shalom, dabei zu sein. Dort habe ich u.a. unsere Landtagsabgeordnete Isabell Zacharis getroffen und wir haben uns sehr nett über unsere Kinder unterhalten. Natürlich haben wir auch das Programm verfolgt und vor allem der Kantor, Nikola David, war wieder ganz toll. Ich konnte ihm schon letztes Jahr bei seiner Amtseinführung zuhören. Hier noch zwei Bilder. 🙂

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Süddeutsche

Sven Loerzer von der Süddeutschen Zeitung hat in einem lesenswerten Artikel unsere heutige Anfrage aufgegriffen. Ich freu mich, dass die SZ jenseits vom Konzertsaal auch über die Dinge berichtet, die für viele Menschen die schlimme Realität sind: Armut, Schulden, Sorgen um die eigenen vier Wände oder gar Wohnungslosigkeit.

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Leben am Existenzminimum

Der Artikel Abgewiesen vom Amt in der heutigen Süddeuschen Zeitung war Anlass für eine Anfrage, die ich heute gemeinsam mit meinen Kolleginnen Beatrix Zurek und Verena Dietl sowie meinem Kollegen Christian Müller gestellt habe. Das Sozialreferat soll darstellen, wie es ältere Menschen bei Mietschulden unterstützt und wie ein Wohnungsverlust aufgrund dieser vermieden werden kann. Eine Frage beschäftigt mich in diesem Zusammeinhängt ganz besonders: Wie kann es sein, dass der Sozialhilferegelsatz, der ja (und selbst das ist diskussionswürdig) den Betrag darstellt, den ein Mensch für ein menschenwürdiges Leben benötigt, durch Sanktionen und Darlehensrückzahlungen noch spürbar gekürzt werden kann? Wo ist der Posten im Regelsatz,

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Back to school

Meine akademische Karriere war ja bisher wenig ruhmreich. Ein im Hauptstudium abgebrochenes Studium in Kommunikationswissenschaft an der TU Dresden. Und dann ein uninspirierter Abschluss als Diplom-Verwaltungswirtin (mit dem unvermeidlichen Zusatz „FH“). Da geht noch was, hab ich mir gedacht, und lange mit der Fernuni Hagen geliebäugelt. Jetzt hab ich mich aber für ein berufsbegleitendes Fernstudium an der Uni Kassel entschieden. Ab Herbst werde ich dort in 6+1 Semestern um universitäre Rehabilitation und einen Master in Public Administration kämpfen. Kämpfen ist sicher nicht übertrieben. Neben Job, Ehrenamt und Kind wäre ich ja gerne auch etwas faul (mein Wort für Freizeit), aber

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Nachtrag zur Altenhilfe

Ich glaube, ein paar Worte zur Altenhilfe in den Sozialbürgerhäusern würden den einen oder die andere noch interessieren. Deshalb jetzt und hier: Dominik Hutter von der Süddeutschen Zeitung hat ja unseren Antrag zur Altenhilfe recht ausführlich aufgegriffen (hier zum Nachlesen). Dabei habe ich dann zum ersten Mal in meinem politischen Leben gemerkt, dass man nicht jedes Zitat und jede indirekte Zuschreibung in der Hand hat, wenn man ausführlich mit einem Journalisten spricht. Jedenfalls kann ich nicht so geschliffen reden, dass mir am Ende nichts rausrutscht, was eventuell im Nachgang jemanden stört. Und natürlich liegt nicht in meiner Hand, wie der

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