Probleme beim Auszählen im Münchner KVR – Update und Nachtrag

Irgendetwas lief da schief beim Auszählen der Erststimmen im Münchner KVR. Ich illustriere das hier mal für die SPD, denke aber, dass es bei den anderen Parteien zu ähnlichen Verschiebungen zwischen der Auszählung am Sonntag (vorläufiges Endergebnis) und den letztlich gestern an den Landeswahlleiter übermittelten Stimmen gekommen ist. Für fast alle Kandidaten der Münchner SPD (außer Diana Stachowitz) ergaben sich nach der offensichtlich zweiten Auszählung der Erststimmen Verluste von mehreren hundert Erststimmen. Ich stelle mal die Veränderung von Montag früh auf Dienstag Abend in einer Tabelle (die ich zum Zusammenrechnen der Erst- und Zweitstimmen am Montag erstellt hatte; Nebenbemerkung: man sieht hier übrigens schön, dass die Stimmen bei Natascha Kohnen unverändert geblieben sind) dar:   Auch die Münchner SPD hatte am Ende der ersten Auszählung noch 13,6% der Stimmen. Hier ein entsprechender Hinweis aus dem Merkur Screenshot aus diesem Link:   Inzwischen hat die SPD in München nur noch 12,8%,

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Süddeutsche

Sven Loerzer von der Süddeutschen Zeitung hat in einem lesenswerten Artikel unsere heutige Anfrage aufgegriffen. Ich freu mich, dass die SZ jenseits vom Konzertsaal auch über die Dinge berichtet, die für viele Menschen die schlimme Realität sind: Armut, Schulden, Sorgen um die eigenen vier Wände oder gar Wohnungslosigkeit.

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Leben am Existenzminimum

Der Artikel Abgewiesen vom Amt in der heutigen Süddeuschen Zeitung war Anlass für eine Anfrage, die ich heute gemeinsam mit meinen Kolleginnen Beatrix Zurek und Verena Dietl sowie meinem Kollegen Christian Müller gestellt habe. Das Sozialreferat soll darstellen, wie es ältere Menschen bei Mietschulden unterstützt und wie ein Wohnungsverlust aufgrund dieser vermieden werden kann. Eine Frage beschäftigt mich in diesem Zusammeinhängt ganz besonders: Wie kann es sein, dass der Sozialhilferegelsatz, der ja (und selbst das ist diskussionswürdig) den Betrag darstellt, den ein Mensch für ein menschenwürdiges Leben benötigt, durch Sanktionen und Darlehensrückzahlungen noch spürbar gekürzt werden kann? Wo ist der Posten im Regelsatz, der so überflüssig ist, dass man Monate oder Jahre ohne ihn leben kann? Verwaltungshandeln wie im Artikel dargestellt mach mich wütend. Ich verstehe nicht, dass wir fast 80 Jahre alte Menschen, dass wir irgendjemanden, so behandeln. Teilweise sogar noch gesetzlich sanktioniert oder gewünscht. Wenn der Regelsatz das Existenzminimum ist, dann

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Nachtrag zur Altenhilfe

Ich glaube, ein paar Worte zur Altenhilfe in den Sozialbürgerhäusern würden den einen oder die andere noch interessieren. Deshalb jetzt und hier: Dominik Hutter von der Süddeutschen Zeitung hat ja unseren Antrag zur Altenhilfe recht ausführlich aufgegriffen (hier zum Nachlesen). Dabei habe ich dann zum ersten Mal in meinem politischen Leben gemerkt, dass man nicht jedes Zitat und jede indirekte Zuschreibung in der Hand hat, wenn man ausführlich mit einem Journalisten spricht. Jedenfalls kann ich nicht so geschliffen reden, dass mir am Ende nichts rausrutscht, was eventuell im Nachgang jemanden stört. Und natürlich liegt nicht in meiner Hand, wie der Journalist das Gesagte gewichtet und welche eigenen Schlüsse er zieht. Insgesamt finde ich den Artikel trotzdem gut gelungen. Ich fände es schade, wenn dieser Beitrag zur Debatte als Angriff auf die Arbeit der Bezirkssozialarbeit gesehen würde. Das war bestimmt nicht meine Intention. Vielmehr ist es der Versuch, die Diskussion um

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Twitter oder wie trete ich am besten ins Fettnäpfchen

Faschingsferien = Stadtratspause. Eine Woche Urlaub. Und zwar sowohl von der Politik als auch von der Arbeit. Damit habe ich viel mehr Zeit. Leider auch mehr Zeit für Unsinn. Ja, so richtig bin ich noch immer nicht angekommen in der Parallelwelt der Politik. In der Welt, in der jedes öffentliche Wort gut bedacht sein will, bevor es geäußert wird. Für mich aber gilt: Unbedachte Äußerungen auf Twitter sind nach wie vor nicht ausgeschlossen. Bin ja dort als @AnnieMuc schon seit 2008 unterwegs. Und konnte immer schreiben, was mir gerade so Kluges, weniger Kluges und Dummes eingefallen ist. Niemanden hat es groß interessiert. Nur wenn ich jetzt Dummes schreibe, lesen das andere. Heute ist es mir mal wieder passiert: ich habe etwas sehr Dummes geschrieben. Und die Süddeutsche Zeitung verärgert. Nun ja, könnte man einwenden, nach gefühlt drei Seiten Seite 3 zu viel zum Konzertsaal war das verdient. Aber: Ob verdient

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