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Gebührenfreie/ -reduzierte Kindertagesbetreuung in München

Lange haben wir für dieses Thema gekämpft und gearbeitet, heute haben Oberbürgermeister Dieter Reiter und Bürgermeisterin Christine Strobl auf einer Pressekonferenz die Pläne zur Entlastung der Münchner Familien ab dem 1. September 2019 vorgestellt. Die Entlastungen gerade für Familien mit mittleren Einkommen und Familien mit Krippenkindern sind profund.

Die Abendzeitung fasst es hier sehr gelungen zusammen. Und auch der Beitrag in der Süddeutschen Zeitung ist sehr lesenswert.

Allein der Antragsstellung ging fast ein ganzes Jahr an Überlegungen und Sondierungen voraus. Die Vorstellung, ein so großes Thema allein kommunal zu stemmen und zu finanzieren, hat manche am Anfang überfordert. Andere hatten auch inhaltliche Bedenken, da wir ja beim Thema Kindertagesbetreuung vor allem im Grundschulbereich noch erhebliche Versorgungslücken haben. Auch der Fachkräftemangel ist seit Jahren ein Problem. Diese unterschiedlichen Ansichten und Schwerpunktsetzungen haben wir dann mit erheblichem Aufwand und mit einer sehr engagierten Verwaltung aus dem Referat für Bildung und Sport innerhalb eines weiteren Jahres klären können. In einem fortlaufenden Diskussions- und Arbeitsprozess hat der Grundgedanke, dass sich Qualität und Gebührenfreiheit nicht ausschließen müssen, zu einem Resultat geführt, mit dem die meisten von uns jetzt sehr zufrieden sind und von dem fast alle Münchner Familien profitieren werden. Ich bin sicher, dass wir bis zum Start im September 2019 auch noch gute Lösungen finden werden für die Eltern, deren Kinder in Ekis und Mittagsbetreuungen betreut werden.

Für mich persönlich war/ ist es eins der wichtigsten Themen dieser Amtszeit. Einfach weil‘s der einzige Weg ist, Familien in München spürbar zu entlasten. Über bezahlbaren Wohnraum allein wird‘s nämlich nicht klappen. Am Anfang hätte ich eine so weitgehende Lösung nicht für möglich gehalten, aber nachdem alle, auch die, die ursprünglich Bedenken hatten, sich so reingehängt haben, ist es jetzt ein gemeinsamer Erfolg von uns allen.

Niemals gegangen wäre es ohne unseren Oberbürgermeister Dieter Reiter, der den Antrag ganz wesentlich initiiert und zu keinem Zeitpunkt Zweifel an der Notwendigkeit dieses Beschlusses hat aufkommen lassen und über die letzten zwei Jahre jeden mitgezogen und mitgenommen hat, der es anfänglich und zwischendurch mal anders sah. Auch wenn es wahrlich nicht immer einfach ist in der SPD Stadtratsfraktion, dieser Antrag und das Ergebnis jetzt stehen für unsere Leidenschaft für München und unsere Fähigkeit, hier gute Politik zu machen. Und dafür, dass wir zwar mal streiten, aber am Ende dann doch gemeinsame Lösungen finden.

Und wenn der Freistaat noch ein wenig mitmachen würde, dann könnten wir die Gebühren mittelfristig ganz abschaffen.

It’s only been 5 months… oder so.

Ja… so ist das: Ich nehme mir immer vor, mehr zu schreiben, und dann kommt das Leben dazwischen. Bin übrigens immer noch Sprecherin für IT, bedrohte Pinguine und unangenehme Organisationsveränderungen. Nicht, dass jemand auf die Idee kommen würde, Politik wäre ein Traumjob.

Ist sie aber doch, gerade auf kommunaler Ebene. Wir haben einen guten Vorschlag zur deutlichen Senkung der Kinderbetreuungskosten in München eingebracht, beim Mieterschutz stellen der OB und die Kolleginnen und Kollegen im Planungsausschuss gerade eine kleine Revolution auf die Beine und auch sonst passt es schon, wenngleich der Zustand der SPD in Bund und Land und damit auch irgendwie in der Stadt besorgniserregend ist. Ich weiß auch nicht, ob Plakate kleben dagegen hilft. Eher nicht. Naja, versuchen müssen wir es trotzdem.

Ansonsten sind ja unsere turbulenten Vorstandswahlen medial schon ausführlich beleuchtet worden. Dazu schreib ich jetzt auch nix weiter, außer: Ein 12:12 ist Ausdruck von Demokratie und einer lebendigen Fraktion. Kein Weltuntergang. Die Wahl zu haben ist Sinn jeden Wahlrechts. Und wenn es dann mal Unentschieden ausgeht, so what? Der FC Bayern würde sich über entsprechende Ergebnisse mittlerweile freuen. 😀

Zum Glück sind gerade Ferien. Ein wenig Zeit, um den Verpflichtungen des Alltags zu entkommen. Donnerstag kehre ich für vier Tage nach London zurück, in die Stadt, in die ich seit einem langen Praktikum während meines Studiums vor 15 Jahren keinen Fuß mehr gesetzt habe. Nicht, dass es damals keine coole Zeit gewesen wäre, aber die 15 Jahre sind so schnell vorbeigezogen, da war einfach keine Zeit. Es ist unglaublich, wie die Uhr runtertickt, die Jahre vergehen und alles vergeht. Aber auch Neues passiert. Wunderbares, nicht so Schönes. Alles einfach.

Und so sieht die Agenda für die nächsten Wochen und Monate aus:

    • Master-Arbeit ab 15.11. schreiben – bis dahin noch paar Scheine nachholen. Hab ganz schön gebummelt und geschlampt. Dumm von mir.
    • Politisch: Schul-IT zu den Stadtwerken überführen und dafür ne politische, aber auch überzeugte Mehrheit finden.
    • Privat: Mehr Zeit mit Emma. War zu viel weg die letzten Monate. Merke, dass das auf Dauer nicht geht.
    • Abstand: Von den Dingen, die nerven. Arbeite da dran. Wird immer besser.
    • Anträge: Wieder mehr davon schreiben, nicht so faul sein am Wochenende.
    • Sonst: Jede Minute genießen. Es kann so schnell, viel zu schnell vorbei sein. Erinne mich gut an die Minuten, als Christian Krügels Tod im Rathaus durchsickerte. Das war so ein Schock. Selbst für jene wie mich, die ihn primär von Twitter oder aus der Zeitung „kannten“.

So, wenn ich noch Fotos der letzten Monate finde, poste ich die morgen. Good night, schlaft alle gut. It’s way past midnight.