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It’s only been 5 months… oder so.

Ja… so ist das: Ich nehme mir immer vor, mehr zu schreiben, und dann kommt das Leben dazwischen. Bin übrigens immer noch Sprecherin für IT, bedrohte Pinguine und unangenehme Organisationsveränderungen. Nicht, dass jemand auf die Idee kommen würde, Politik wäre ein Traumjob.

Ist sie aber doch, gerade auf kommunaler Ebene. Wir haben einen guten Vorschlag zur deutlichen Senkung der Kinderbetreuungskosten in München eingebracht, beim Mieterschutz stellen der OB und die Kolleginnen und Kollegen im Planungsausschuss gerade eine kleine Revolution auf die Beine und auch sonst passt es schon, wenngleich der Zustand der SPD in Bund und Land und damit auch irgendwie in der Stadt besorgniserregend ist. Ich weiß auch nicht, ob Plakate kleben dagegen hilft. Eher nicht. Naja, versuchen müssen wir es trotzdem.

Ansonsten sind ja unsere turbulenten Vorstandswahlen medial schon ausführlich beleuchtet worden. Dazu schreib ich jetzt auch nix weiter, außer: Ein 12:12 ist Ausdruck von Demokratie und einer lebendigen Fraktion. Kein Weltuntergang. Die Wahl zu haben ist Sinn jeden Wahlrechts. Und wenn es dann mal Unentschieden ausgeht, so what? Der FC Bayern würde sich über entsprechende Ergebnisse mittlerweile freuen. 😀

Zum Glück sind gerade Ferien. Ein wenig Zeit, um den Verpflichtungen des Alltags zu entkommen. Donnerstag kehre ich für vier Tage nach London zurück, in die Stadt, in die ich seit einem langen Praktikum während meines Studiums vor 15 Jahren keinen Fuß mehr gesetzt habe. Nicht, dass es damals keine coole Zeit gewesen wäre, aber die 15 Jahre sind so schnell vorbeigezogen, da war einfach keine Zeit. Es ist unglaublich, wie die Uhr runtertickt, die Jahre vergehen und alles vergeht. Aber auch Neues passiert. Wunderbares, nicht so Schönes. Alles einfach.

Und so sieht die Agenda für die nächsten Wochen und Monate aus:

    • Master-Arbeit ab 15.11. schreiben – bis dahin noch paar Scheine nachholen. Hab ganz schön gebummelt und geschlampt. Dumm von mir.
    • Politisch: Schul-IT zu den Stadtwerken überführen und dafür ne politische, aber auch überzeugte Mehrheit finden.
    • Privat: Mehr Zeit mit Emma. War zu viel weg die letzten Monate. Merke, dass das auf Dauer nicht geht.
    • Abstand: Von den Dingen, die nerven. Arbeite da dran. Wird immer besser.
    • Anträge: Wieder mehr davon schreiben, nicht so faul sein am Wochenende.
    • Sonst: Jede Minute genießen. Es kann so schnell, viel zu schnell vorbei sein. Erinne mich gut an die Minuten, als Christian Krügels Tod im Rathaus durchsickerte. Das war so ein Schock. Selbst für jene wie mich, die ihn primär von Twitter oder aus der Zeitung „kannten“.

So, wenn ich noch Fotos der letzten Monate finde, poste ich die morgen. Good night, schlaft alle gut. It’s way past midnight.

Back to school

Meine akademische Karriere war ja bisher wenig ruhmreich. Ein im Hauptstudium abgebrochenes Studium in Kommunikationswissenschaft an der TU Dresden. Und dann ein uninspirierter Abschluss als Diplom-Verwaltungswirtin (mit dem unvermeidlichen Zusatz „FH“). Da geht noch was, hab ich mir gedacht, und lange mit der Fernuni Hagen geliebäugelt. Jetzt hab ich mich aber für ein berufsbegleitendes Fernstudium an der Uni Kassel entschieden. Ab Herbst werde ich dort in 6+1 Semestern um universitäre Rehabilitation und einen Master in Public Administration kämpfen. Kämpfen ist sicher nicht übertrieben. Neben Job, Ehrenamt und Kind wäre ich ja gerne auch etwas faul (mein Wort für Freizeit), aber dazu wird dann erst ab Mitte 2019 wieder Zeit sein. Eigentlich ist es ja wahnsinnig von mir, das hier zu schreiben, aber ich hoffe, die offizielle Ankündigung führt zu ausreichend Disziplin meinerseits. Noch ein abgebrochenes Studium brauch ich jedenfalls nicht.

Was gibt es sonst Neues? Eben hab ich noch eine Anfrage entworfen, von der ich hoffe, sie morgen stellen zu können (wenn ja, morgen mehr). Ansonsten freue ich mich sehr über die Streikbereitschaft von ver.di und meine liebe Schwägerin, die morgen mein Kind betreut. Diese Vereinbarkeit von Familie und Beruf funktioniert auch nur, wenn man ein Netzwerk von Helferinnen und Helfern hat. 😉