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LiMux – nur eine kurze Notiz an die Linux-Gemeinde

Re: https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Muenchner-IT-Leiter-zu-LiMux-Es-gibt-keine-groesseren-technischen-Probleme/forum-375713/

Es ist ziemlich einfach, sich hinter einem Pseudonym im Internet zu verstecken und Menschen, die man nie persönlich getroffen hat, als korrupt, inkompetent und sonst irgendwie blöd zu bezeichnen.

Schwieriger ist es, pragmatische Entscheidungen und die Gesichtspunkte, die zu dieser geführt haben, zu begründen und zu vertreten. Ich habe mich diesem Prozess gestellt. Und nein, ich bin keine „IT-Fachfrau“, habe mich auch nie als solche bezeichnet. Ich bin ehrenamtliche Kommunalpolitikerin, nehme diesen Job allerdings durchaus ernst und versuche, die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen.

Ja – zu unserer Entscheidung sind unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen möglich. Wenn man jedoch Menschen auf einer persönlichen Ebene unfair attackieren muss, spricht das nicht unbedingt für die Qualität der eigenen Argumente.

Im Übrigen bin ich gerne bereit, mit jedem, der Interesse an einem fachlichen Austausch jenseits von Beleidungen hat, auf einen Kaffee zu gehen oder Mails auszutauschen. Hab das auch schon mit einigen von euch getan, fand es bereichernd und für anstehende weitere Entscheidungen produktiv.

Insofern nehme ich den kleinen – verspäteten – Aufruhr jetzt mal nicht persönlich und setze auch weiterhin auf eine faire, sachliche Diskussion.

Kurz

Irgendwie vergeht die Zeit so schnell. Oder sie geht nur an mir vorbei. So genau weiß ich das im Moment nicht. Ich hab ständig das Gefühl, nicht genug zu tun und vor allem nicht genug zu schaffen. Ganz besonders trifft das zu auf mein Studium.

Und auf meine kleine Tochter. Die inzwischen schon in die Schule geht. Und so ein liebes und verständnisvolles Mädchen ist. Der ich ganz sicher oft nicht ausreichend gerecht werde, weil Politik mehr Zeit kostet, als eigentlich vereinbar ist mit einer Familie. Die aber trotzdem so dankbar ist für jeden Moment mit ihrer Mama, die mir nie Vorhaltungen macht, sondern einfach glücklich ist, wenn ich sie auch mal aus der Schule abhole. Manchmal kann ich sie  hören, wenn sie ihren Freundinnen erzählt, dass sie ja auch schon im Kindergarten immer als letzte abgeholt wurde, weil ihre Eltern so viel arbeiten müssen. Manchmal, nein oft, stimmt mich das sehr nachdenklich.

Und dennoch bleibt unterm Strich: Die Politik ist mir wichtig. Ich habe inhaltliche Ziele, die es mir wert sind, die nötige Zeit zu investieren. Ich will auch gar nicht jammern. Andere Menschen arbeiten in härteren Jobs zu sehr viel schlechteren Konditionen und ich habe einen Arbeitgeber und ein soziales Umfeld, die mir gemeinsam viele Lasten abnehmen und letztlich eine gute Vereinbarkeit aller Aufgaben ermöglichen.

Zudem sind die Weihnachtsferien absehbar. Am 14. Dezember ist die letzte Vollversammlung, der 22. dann mein letzter Arbeitstag. Danach mache ich zehn Tage frei und fliege über Silvester nach London. Ich freue mich auf die ruhige Zeit, den Abstand von allem, die Besinnung auf das Wesentliche. Das Ausschlafen, den Sport, Zeit für die Steuererklärung. Zeit für alles, was sonst zu kurz kommt und das ist das Meiste.

Was mache ich sonst so? Manchmal coole Serien bei Netflix schauen (Designated Survivor, Night Manager), gute Bücher lesen, Schwimmen, einmal war ich sogar im Kino. Muss das erste Mal seit 4 Jahren gewesen sein.

Ansonsten war das jetzt wieder ein ziemlich unpolitischer Beitrag. Aber: Das wird sich hoffentlich auch wieder ändern. Im neuen Jahr schreib ich wieder mehr und auch politischer. Allen, die hier mitlesen, eine schöne Vorweihnachtszeit. Bis bald.

Noch mehr Fotos…

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Mit Verena Dietl bei der Besichtigung des Cafés im Haidpark, einer Werkstätte für behinderte Menschen in Fröttmanning.

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Florian Post, Mitglied des Deutschen Bundestags, und ich bei DaSein e.V., einem Münchner Hospizvereins.

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Bei der AWO-Afterwork-Party am 28.10. mit Gerhard Mayer, Markus Schön und Verena Dietl.

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Bayerischer Mietertag im Kloster Banz in Bad Staffelstein. Einen Tag nach der AWO-Party. Ich war müde. Zum Glück heil wieder nach Hause gekommen.

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Am letzten Sonntag dann im Bayerischen Landtag. Waldemar-von-Knoeringen-Preis für Verena Bentele. Eine sehr schöne Veranstaltung, die ich gemeinsam mit Christian Vorländer besucht habe.